Zunächst erfolgte im Frühjahr 2022 eine Entsiegelung der Fläche, indem der vorhandene Belag aufgebrochen wurde.
Anschließend wurden verschiedene Habitatelemente wie Erdschüttungen, Totholzstapel und Vegetationsmatten mosaikartig miteinander kombiniert. Außerdem erfolgte die Einsaat von bienen- und schmetterlingsfreundlichen, einheimischen Pflanzen.
Nach Fertigstellung der Maßnahmenfläche wurden die Zauneidechsen aus dem künftigen externen Baufeld in das Ausgleichshabitat umgesiedelt.
Seit 2024 findet auf der hergestellten Fläche ein Monitoring statt, um die Eidechsenbestände und die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überwachen.
Schon im ersten Jahr der Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass die umgesiedelten Zauneidechsen sich auf der Fläche vermehrt hatten.
Bis zum Jahr 2025 hatte sich ein vielfältiges Blütenangebot auf der Fläche etabliert. Daher wurden die vorkommenden Wildbienen und solitären Wespen untersucht, um zu prüfen, inwieweit die Eidechsenfläche auch von diesen Artengruppen genutzt wird.
An den schütter bewachsenen Bereichen nistet aufgrund der guten Besonnung eine Reihe von Wildbienenarten.
Auch im Spätsommer, wenn vielerorts kaum noch Blüten verfügbar sind, bietet die Maßnahme noch ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten.
Die Östliche Kielsandbiene kommt deutschlandweit nur im Neckarbecken vor. Von der Zauneidechsenmaßnahme profitiert sie, da eine ihrer bevorzugten Pollenquellen, die Wilde Möhre, in großer Zahl auf der Fläche wächst.
Siehe dazu auch die Veröffentlichung im Online-Journal Artenschutz und Biodiversität AsuB 7 (4) 2026