Mauersegler

Mauersegler im Flug

Stimme Mauersegler

Der Mauersegler ist ein ausgesprochener Kulturfolger in Städten und Dörfern. Er nistet in eher höheren Gebäuden und weist deutliche Bestandsrückgänge auf, die insbesondere auf den Verlust an Brutplätzen im Zuge von Gebäudesanierungen zurückzuführen sind. Daher wird er auch in der baden-württembergischen Vorwarnliste geführt.

Relevante Strukturen: Horizontale, meist dunkle Hohlräume mit kleiner Einflugöffnung (unter Dachziegeln, Regenrinnen, in der Fassade, in Jalousie- und Rollladenkästen, in Mauernischen etc.); auch im Inneren von Gebäuden (z. B. Dachstühle von Kirchen oder Wohngebäuden, dort Nester auf Balken oder in Nischen).
Nahrungssuche (Fluginsekten, driftende Spinnen) in Entfernungen von bis zu mehreren hundert Kilometern vom Brutplatz (wetterabhängig).

Zeitraum: Tagaktiv; im Brutgebiet zwischen April und Oktober anzutreffen; Brutzeit von Mai bis August, in der Regel nur eine Brut, nach Gelegeverlust jedoch Nachbrut möglich.

Wie bemerkt man das Tier?
Mauersegler brüten bevorzugt in Gruppen (Kolonien); machen durch laute, schrille Rufe in pfeilschnellem Flug auf sich aufmerksam; Rufe in Brutplatznähe beim Ein-, und Vorbeifliegen; Balzflüge mit lauten Rufen und Anfliegen von Brutplätzen; an Hochsommerabenden große, laut im Chor rufende Gruppen über besiedelten Städten und Dörfern.

Was kann man tun?

  • Förderung von Hohlräumen an höheren Gebäuden
  • (Wieder-)Herstellung von Einflugmöglichkeiten in große Dachstühle (insbes. Kirchen)
  • Anbringung spezieller Mauerseglernistkästen (Koloniekästen mit mehreren Brutplätzen bevorzugen)
  • Bei Baumaßnahmen am Gebäude diese in einen möglichst unkritischen Zeitraum legen (s. unter Dokumente)

zurück