Dohle

Dohle

Stimme Dohle

Die Dohle ist eine Koloniebrüterin sowohl in lichten Wäldern und Parkanlagen als auch in der Siedlung. Wichtig sind offene Nahrungsflächen in geringer Entfernung zum Brutplatz. Trotz Bestandsrückgängen ist die Art in Baden-Württemberg aktuell als ungefährdet eingestuft.

Relevante Strukturen: Größere Höhlungen und tiefere Nischen in v. a. höheren Gebäuden (z. B. Löcher, Vertiefungen, Schächte, Nistkästen); gerne in Kirchtürmen oder stillgelegten Kaminen, auch in alten Bäumen mit Großhöhlen bzw. geeigneten Nistkästen.
Wichtig ist eine ganzjährig gute Nahrungsverfügbarkeit in offenen, extensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen (während der Brut Nahrungsflüge in der Regel nicht weiter als 1 km).

Zeitraum: Tagaktiv und ganzjährig in Siedlungen; Brutzeit von März bis Juni, nur eine Brut jährlich.

Wie bemerkt man das Tier?
Dohlen leben gesellig an Gebäuden, brüten in Kolonien; sie fallen durch ihre lauten Rufe auf, die wie „kja“, „kjä“ oder „kjack“ klingen; ab Februar morgendliche Formationsflüge im Bereich der Brutplätze; außerhalb der Brutzeit abends von lauten Rufen begleitete Flüge zu Gemeinschaftsschlafplätzen.

Was kann man tun?

  • Öffnung unzugänglicher Kirchtürme
  • Anbringung spezieller Dohlennistkästen (Art brütet aber auch in Nisthilfen für Schleiereule und/oder Turmfalke) an Gebäuden oder in Parks
  • Bei Baumaßnahmen am Gebäude diese in einen möglichst unkritischen Zeitraum legen (s. unter Dokumente)
  • Extensive landwirtschaftliche Nutzung (v. a. Grünlandnutzung, Beweidung) großer Flächen im Nahbereich von Siedlungen zur Förderung einer guten Nahrungsgrundlage

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